“gDNA”: Work-Life Balance bei Google

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Google präsentiert erste Ergebnisse aus seiner wissenschaftlichen Studie “gDNA” – zur Work-Life Balance:

Vor zwei Jahren hat Google die wissenschaftliche Studie “gDNA” ins Leben gerufen. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, über eine Zeitspanne von 100 Jahren zu erforschen, wie Menschen arbeiten. Man erhofft sich vertiefte Erkenntnisse zum Arbeitsverhalten, die künftig präzisere Management Entscheidungen erlauben sollen. Versuchskanninchen der Studie sind mehr als 4000 „Googler“, die zweimal jährlich zu einer fakultativen anonymen und umfassenden Umfrage antreten.

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Bild aus dem Artikel „Google’s Scientific Approach to Life Balance (and Much More)“ von Lazslo Bock, 27.03.2014.
 

Nach zwei Jahren kann Google bereits erste Resultate der Studie vorweisen: Lazslo Bock, der Google Senior Vizepräsident von Human Resources, gibt in seiner letzte Woche in der Harvard Business Review erschienenen Publikation einige Schlüsseleinblicke zum Thema Work-Life Balance. Er betont, dass es für die Unternehmen und die Menschen ein wachsendes Problem darstelle, wie Technologie und Social Media die Grenze zwischen Büro und Privatleben mehr und mehr verwischen. Bis anhin habe die Studie zwei Hauptmodelle eruieren können, die abbilden, wie es die Mitarbeiter mit der Work-Life Balance halten. Diese seien jedoch eher als entgegengesetzte Punkte auf einem Kontinuum als strikt voneinander abgrenzbare Phänomene zu verstehen.

Die Segmentoren

Die Segmentoren zögen eine psychologische Line zwischen Arbeitsstress und dem Rest des Lebens – sie können ohne Sorgen um drohende Deadlines und E-Mail-Fluten jede Nacht sanft einschlafen, schreibt Bock. Segmentoren gaben Statements zu Protokoll, wie “Ich mag nicht über die Arbeit nachdenken müssen, wenn ich zu Hause bin”.
Die ersten beiden Jahre der Studie zeigen, dass nur 31% der Googler in die Kategorie der Segmentoren fallen und sich somit in ihrem Privatleben erfolgreich von der Arbeit abgrenzen können.

 

Die Integratoren

Bei den Integratoren lauert die Arbeit im Unterschied zu den Segmentoren stets drohend im Hintergrund, schreibt Bock. Die Integratoren checken nicht nur jeden Abend ihre E-Mails, sondern drücken auch immer wieder auf “refresh” und zu sehen, ob neue Arbeit reingekommen ist. Gemäss Studienergebnis gehören 69% der Google-Mitarbeiter zu dieser Kategorie – wenig überraschend ist dabei, dass ungefähr die Hälfte davon sich wünscht, mehr wie ein Segmentor zu funktionieren.

Bock schreibt weiter, dass Google bereits versuche, sich dieser Problematik anzunehmen. Ein Versuch ist das Programm “Google Goes Dark” in der Google-Niederlassung in Dublin, das von den Mitarbeitern verlangt, ihre Mobile Devices beim Heimgehen am Empfang zurückzulassen.

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